Erst mein letzter Blog-Eintrag beschrieb einen – für mich selbst beeindruckenden – Tempo-Lauf. Tja, und dann kam der heutige Lauf, an den ich überhaupt keine Erwartungen hatte.
Bereits beim Aufstehen war es deutlich zu spüren, dass der Tag wärmer als seien Vorgänger starten würde. Gleich beim Aufstehen um halb sieben lag die Temperatur bei ca. 6 Grad Celsius – und dann kam die Sonne raus und das Thermometer durfte klettern…
Auf jeden Fall war es zu dem Zeitpunkt, als ich mein Aufwärmprogramm absolviert hatte, schon so warm, dass ich nur mit meinem Langarm-Shirt (=ohne meine Jacke) rausgehen wollte. Und das ging ziemlich gut, auch wenn meine Finger und Hände in den ersten paar Minuten noch etwas unter der frischen Morgenluft litten.
Und dann wurde es richtig flink, denn ganz entgegen aller Erwartungen lief schon der erste Kilometer sehr gut. Üblicherweise liege ich hier zwischen 5:15/km (das wäre schon außergewöhnlich für den ersten Kilometer) und 5:40/km (gelegentlich geht es sogar noch langsamer), heute jedoch bei 5:09/km – das war mir ein Zeichen…

Doch mit dem ersten Kilometer nicht genug, der achte Kilometer befindet sich in einer lange ansteigenden (und dadurch eher langsamen) Serpentine, die mich die Flanke des Braunenbergs entlang den Weg in Richtung des Aalener Fernsehturms hinaufführt. An wirklich guten Tagen komme ich hier auf 5:05/km – heute: 4:58/km. Und ab dem 13. Kilometer blieb ich dann bis zum Ende unter 5:00/km. Zum ersten Mal seit Jahren schaffte ich es sogar mehrfach in die Nähe der 4:30/km, einmal mit 4:27/km sogar darunter. Es muss an diesem längeren Schlafen in den Ferien liegen, anders kann ich es mir nicht erklären…

Bei der Strecke nach dem Passieren des Fernsehturms wollte ich schon seit längerer Zeit wissen, wohin denn eigentlich diese eine Abzweigung führt. Heute lief ich da einfach mal entlang, um es genauer zu erfahren. Ok, ich zitiere meinen Schwiegervater: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis.“ Was hier ziemlich genau den Nagel auf den Kopf traf. Nun weiß ich, wo es da lang geht, attraktiv für eine häufigere Benutzung ist es nicht.

Mit dem etwas verlängerten Lauf von heute bin ich den 2.000 Kilometern in diesem Kalenderjahr schon ganz schön nah gekommen. Morgen oder übermorgen werde ich diese Grenze passieren.

Dennoch bleibe ich meinem selbst auferlegten Ziel treu: In der Regel gibt es höchstens einen Halbmarathon am Tag, die Ausnahme müssen in Zukunft die vom Marathon-Coach verordneten längeren Läufe (30K oder 30+K) sein. Da diese nur einmal alle zwei Wochen, später einmal pro Woche stattfinden, werden sie kaum ins Gewicht fallen.

Schreibe einen Kommentar