Vor ein paar Tagen habe ich mir neue Laufschuhe besorgt, was sich als gute Idee erwiesen hat, da die beiden „alten“ (im August gekauften) Paare nun jeweils ca. 3.300 km „drauf“ hatten. Mit den neuen Schuhen komme ich gut – und vor allem gut gedämpft – voran (letztere Eigenschaft ist bei meinem üblichen Laufpensum nicht zu vernachlässigen).
Gestern habe ich noch lange am Computer gesessen und die Homepage für das Ostalb Jazz Orchestra (hier) von Rapid Weaver nach WordPress transferiert. Dabei habe ich alles noch einmal durchgesehen, einige Blog-Einträge überarbeitet, ein paar ergänzt, für ein schönes Layout mit einem geeigneten WP-Theme gesorgt. Alles ganz angenehme Arbeiten, aber eben zeitaufwändig. Fertig war ich erst heute früh um 0:30 Uhr. Dann aber ab ins Bett und aus in ein paar Sekunden…
Auf war ich kurz vor sieben, schon beim Aufwärmen merkte ich, dass ich heute ganz gute Spannkraft in allen Muskelgruppen verspürte. Insgeheim freute ich mich da schon auf einen flinken Lauf, ohne wirklich komplett wissen zu können, ob das auch tatsächlich klappen würde.

Doch es klappte. Und wie. Schon unter den ersten fünf Kilometern war einer mit einem Pace von unter 5:00/km. Dann folgte der lange Anstieg vom oberen Rand des Grauleshofs bis zum Fernsehturm – doch selbst da kam ich nur einmal an die 6:00/km-Marke heran (und der Aufstieg ist aktuell etwas fies, weil es da zusätzlich zum heftigen Anstieg auch noch matschig ist). Ab da konnte ich schön Gas geben – und alle weiteren Kilometer waren unter 5:00/km:

(Hier musste ich zwei Screenshots aneinander „montieren“, da das zu lange für einen war…)
Die 4:35/km bei KM 19 haben mich selbst überrascht, waren aber durchaus willkommen, immerhin fühlt es sich ja gut an, ein hohes Tempo einfach halten zu können. Natürlich schlägt sich dieses Lauftempo auch in der Herzfrequenz nieder:

Die meisten meiner Läufe bleiben bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von unter 140, doch heute wollte ich auch bergauf ein gutes Tempo machen – und das erfordert nun einmal Einsatz. Den sieht man in den Herzfrequenzbereichen…
So anstrengend Teile des Laufs auch gewesen sein mögen, der Lauf hatte seine wundervollen Seiten:
- Mein Hörbuch, aktuell der erste Band einer Serie von Martin Walker über Bruno Courrèges, einen „Dorfpolizisten“ in der Provence – bislang genieße ich jede Minute.
- Das Wetter spielte wunderbar mit – es war warm in der Sonne, kühl im Schatten, aber alles in einem Rahmen, innerhalb dessen ich mich sehr wohl fühlte.
- Auf dem Berg traf ich bis auf eine Mountainbikerin (die aber gleich zweimal) und ein oder zwei einsame Spaziergänger niemanden. Das ist mir immer am liebsten, so kann ich in Ruhe vor mich hintraben und mich voll auf die Landschaft und mein Hörbuch konzentrieren.
Hier ist ein kleiner Ausblick, der vom oberen Rand des Steinbruchs oberhalb von Röthardt als Panorama aufgenommen wurde:

Erst nachdem ich wieder daheim angekommen war, konnte ich sehen, dass ich mit diesem Lauf die Grenze von 1.900 Kilometern in diesem Jahr überschritten habe. Schick!

Gemeinsam mit meiner Frau habe ich mich für den Marathon in Ulm Ende September angemeldet. Als Vorbereitung soll ich in regelmäßigen Abständen Läufe mit einigen Kilometern im Ziel-Pace absolvieren. Ich denke, der heutige Lauf fällt in diese Kategorie. Ulm-Marathon, ich komme…

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