Gestern war es in Aalen richtig warm, das Thermometer kletterte sogar kurzzeitig über die 5 Grad (+) Marke, was es mir letzten Endes ermöglichte mit dem Rad zur Arbeit zu fahren – super!
Für den Morgenlauf war die Erwärmung gestern leider eine totale Qual: Viele Stellen waren schon frei von Schnee und Eis, wo aber vorher die kompakten 3-5 Zentimeter dicken Eisschichten gelegen waren, gab es nun immer noch dicken und recht stabilen Matsch, der auch relativ rutschig war. Mit Spikes zu laufen: Bäh! Ohne Spikes zu laufen: Doppel-Bäh! Und dennoch war ich dumm genug, mich für das letztere Übel entschieden zu haben. Bereits nach vier Kilometern hätte ich am liebsten herumgedreht und das Laufen für diesen Tag an den Nagel gehängt. An ein normales Lauftempo kam ich nie heran, da es außerorts einfach überall noch viel zu rutschig und wie eine Buckelpiste war. Katastrophe!
Als ich im Ortsteil Röthardt angekommen war, langte es mir endgültig: Nun rannte ich einfach nur noch auf der Straße weiter (zu der Tageszeit kein Problem) bis runter in die Stadt und von dort aus auf dem gerade erst im Dezember neu eröffneten Radweg wieder hinauf, um so zu überprüfen, ob das für die Fahrt zur Arbeit ein gangbarer Weg sei. (Natürlich noch nicht ganz, da einige Teile der Fahrbahn dick mit Reif überzogen waren, das ist mir zu riskant. Aber die Straße war komplett frei, da ließ es sich gut radeln. Insofern hat sich der Lauf absolut gelohnt.)
Nun, über die Nacht von gestern auf heute kam der Schneesturm aus dem Norden über uns, beim Aufwachen gegen 6:00 Uhr war es draußen schon gut 5+ cm hoch zugeschneit. Und es schneite munter weiter – und weiter – und weiter… (Genau genommen tut es das jetzt um ca. halb sechs abends immer noch.)
Dennoch: Nach einigen häuslichen Arbeiten wie Abspülen und Holz reinholen, Anschüren etc., meinem Aufwärmprogramm, einer Runde Seilspringen und anderen Kleinigkeiten kam ich raus, schippte noch 25 Minuten lang Schnee, dann ging’s in die weiße Winterlandschaft hinaus.

Der Screenshot täuscht, denn so frei von Schnee bekommt man die Ostalb derzeit nicht zu sehen. Aber ich hielt mich an meine kürzlich ausgetüftelte („perfekte“) Halbmarathon-Strecke. Unterwegs sah es eher so aus:

Auf dem Berg hatte von den ganzen letzten Tagen und Wochen ohnehin noch eine Menge Schnee gelegen, daher musste ich teilweise durch mehr als 10cm Tiefschnee stapfen, was dem Lauftempo dann doch abträglich war. Aber das war mir vorher schon klar gewesen – und so stürzte ich mich gerne in das Abenteuer.

Dieses Mal war ich ja so schlau gewesen, meine treuen EXOspikes anzuziehen – und sie wurden mehrfach auch wirklich benötigt: Einmal rannte ich gut 250 Meter in einer tiefen Spur einer dieser riesigen und schweren Waldmaschinen. Die Spur war schon ein paar Tage alt und komplett zugefroren, aber mit den Spikes hatte ich trotzdem einen super Grip und kam wunderbar voran.
Gut, als Fazit kann ich festhalten, dass der Lauf den Umständen entsprechend gelungen war, dennoch hätte ich gar nichts dagegen, wenn der Schnee sich allmählich wieder aus unserer Gegend verkrümeln würde.
Nachtrag vom 11.1.2026: Heute war das Wetter absolut fantastisch. Sehr kalt, aber auch sonnig und klar. Also musste ich immer wieder anhalten, um Fotos zu machen. Wer sich dafür interessiert, kann hier klicken.
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