Der erste „Ultra“-Lauf (oder so ähnlich…)

Schon seit Jahren wollte ich einmal einen Lauf mit einer Distanz von über 42,2 km Länge absolvieren, um so in den Bereich der Ultra-Marathon-Distanz vorzudringen. Immer wieder hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, doch die Gelegenheit ergab sich nicht einfach so.

Kleiner Themenwechsel: Schon seit gut einem Jahr wollten zwei meiner Schüler, die beide auch noch in der THG Big Band unter meiner Leitung spielen, einen Lauf mit mir machen. Und dann ergab es sich, dass meine Frau zu Beginn der Pfingstferien für eine Woche mit dem Aalener Sinfonieorchester (hier) auf eine Konzertreise nach Italien ging…

Jetzt finden sich die beiden losen Enden: Das war die Möglichkeit, sowohl die beiden Jungs zu einem Lauf einzuladen, als auch die Distanz auf über 42,2 km zu erweitern. Doch konnte ich schlecht die beiden, die noch nie einen Halbmarathon gelaufen waren, zu einem solchen Unterfangen mitnehmen. Also löste ich das Problem auf die einfachste Weise: Ich lief vor dem gemeinsamen Lauf schon einmal 25 Kilometer…

… dann bekam ich ein frisches T-Shirt und andere Schuhe sowie einen Schluck zu trinken, dann ging’s wieder los zum zweiten Lauf…

…, der dann natürlich mit den beiden Jungs stattfand. Und es war tatsächlich ein großes Vergnügen. Im Prinzip unterhielten wir uns die meiste Zeit bei einem relativ entspannten Tempo, ich zeigte ihnen eine meiner Standard-Routen (natürlich mit Aussichtspunkten, die schöne Perspektiven auf Aalen eröffnen), noch dazu lagen die „bösen“ Anstiege eher in der ersten Hälfte, um den Ausgang des Laufs so angenehm wie möglich zu machen.

So sahen wir noch vor dem Start aus, frisch und unverbraucht, außerdem war es da noch angenehm kühl:

Bei ungefähr der Hälfte landeten wir an einem schönen Aussichtspunkt, wo wir selbstverständlich ein weiteres Gruppen-Selfie machen mussten:

Und dann, ganz am Ende, durfte das Gruppen-Selfie in Siegerpose für die erfolgreich absolvierte Distanz nicht fehlen:

Luca und Fabio hielten gut durch, auch wenn Fabio gegen Ende gegen einen leichten Krampf in einem Bein ankämpfen musste – aber wir absolvierten die volle Halbmarathon-Distanz gemeinsam.

Heute früh bin ich meinen 1.872. Halbmarathon gelaufen, angesichts dieser Zahl muss ich mir immer wieder vor Augen führen, welche krasse Leistung es von den beiden war, einfach so, quasi „aus dem Stand heraus“, einen kompletten Halbmarathon mit ordentlich Höhenmetern (laut Coros-App kamen 346 Meter Anstieg zusammen) in 2 Stunden und 5 Minuten zu laufen. Das ist eine ziemlich gute Zeit, ein Gesamtpace unter 6:00/km – und das allein verdient schon riesigen Respekt!

Screenshot aus der Fitness Totals-App

Und für mich kamen unter dem Strich dann 46,2 Kilometer zusammen. Das ist für einen Ultra-Marathon noch total dürftig (ich denke da an ein paar meiner Lauf-Buddies bei Mastodon), aber es ist eben mehr als je zuvor. Und darauf kann auch ich stolz sein.

Es kann nur ein Fazit geben: Jungs, wenn ihr noch einmal Lust habt, ich bin sofort wieder mit euch unterwegs!


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