Wintereinbruch

Boom! Der Winter ist wieder da, und dieses Mal versteckt er sich nicht hinter niedrigen Temperaturen, dieses Mal bedeckt er alles unter einer dicken Schneedecke. Gestern Abend hat sich der Schnee schon gezeigt, allerdings in ganz harmloser Menge, doch beim Aufstehen heute – vorsichtshalber etwas früher als sonst – zeigte sich, dass die Wettervorhersage ziemlich akkurat war. Darin hatte etwas von 10-20 cm gestanden, nun waren es ca. 20-25 cm, also nah dran.

Aufwärmprogramm absolviert, dick eingepackt, mein altes Paar Brooks Divide mit den Kahtoola EXOspikes angezogen und raus – yeah! Und dann wurde es so richtig anstrengend. Ohne jede Übertreibung kann ich sagen, dass ich noch nie durch so hohen Schnee gelaufen bin. Und da ich – unverkennbar – der erste an diesem Morgen war, musste ich „spuren“, also die ersten Spuren in über 20 cm tiefen Schnee treten.

Wie man im Bild deutlich erkennen kann: Mein kompletter Fuß und noch ein Teil des Unterschenkels verschwindet im Schnee. Und die Stelle hatte ich schon etwas platt getreten, während ich das iPhone herausholte.

Erster! An dieser Stelle war ich heute früh der erste. Leider macht das die Sache sehr anstrengend, denn die Spur musste ich selbst erst einmal reintreten. Uff!

Und ja: Der Schnee fiel weiter und weiter und weiter. Auf allen Baumstämmen und anderen ebenen Oberflächen lagen bis zu dem Zeitpunkt mindestens 25 cm Schnee.

Nach ca. sieben Kilometern war ich ziemlich geschafft, jeder Schritt war eine Qual, da ich die Füße so unglaublich weit anheben musste.

Screenshot aus der Fitness-App von Apple

Obwohl der Lauf recht kurz war, hatte er Biss, denn mein Herz durfte ordentlich schaffen, wie ein Blick auf die Belastungszonen zeigt:

Screenshot aus der Fitness-App von Apple

Außerdem hatte ich beim Laufen Zeit zum Nachdenken gehabt: Radfahren konnte ich heute völlig vergessen, meine Frau konnte mich im Auto mitnehmen und in der Stadt auf dem Weg zur Arbeit absetzen. An der Einmündung unserer Stichstraße ist jedoch ein kleiner Anstieg, der bei Schnee und Eis sehr schwierig zu erklimmen ist, da man erst um eine 90 Grad-Kurve fährt (in der meistens auch noch jemand parkt) und daher nicht besonders schnell ist – so fehlt aber der Schwung, um diese kleine Anhöhe bequem hochzukommen.

Also fasste ich den Entschluss, dort den Schnee wegzuräumen. Das tat ich dann, wie auch vor unserem Haus und Carport. Das dauerte nach dem Laufen nochmals gute 65 Minuten. Im Anschluss waren meine Finger etwas taub und der Rücken motzte, denn der Schnee war schwer.

Screenshot aus der Fitness-App von Apple

Zur Auflockerung gab es noch 19 Minuten Seilspringen (4.000+ Sprünge waren das Ziel). Dann: Ab in die Dusche und Auftauen – wunderbar!


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