Die letzten zweieinhalb Tage waren meine Frau und ich bei den Schwiegereltern, also lief ich morgens nicht im Raum Aalen sondern rund um Eichstätt. Gestern war das ganz harmlos, ein kleines bisschen puderzuckerartiger Pulverschnee lag herum, ansonsten gab es aber keine nennenswerten Behinderungen – in der Stadt Eichstätt selbst waren schon morgens um 5:00 Uhr die Gehsteige und Fahrradwege geräumt. Ein fantastischer Luxus, von dem andere Städte (auch Aalen) nur träumen können, denn bei uns wird gerne der Schnee von der Straße auf den Gehsteig geschoben, Fußgänger und Fahrradfahrer dürfen dann zusehen, wo sie bleiben. Allein in diesem Kalenderjahr, das ja noch nicht ganz so alt ist, habe ich das schon mehrfach erlebt.
Zurück zum heutigen Lauf: Beim Aufstehen ging der erste Blick aus dem Fenster: Uff, gute zehn Zentimeter Neuschnee. Aber egal, EXOspikes angezogen, los ging’s! Weite Strecken waren schon wieder sensationell gut geräumt, sodass ich mit einem guten Tempo starten konnte.
In Eichstätt selbst blieb ich für ein paar Fotos stehen, das erste ist ein Panorama, das kurz vor Sonnenaufgang entstanden ist:

So albern es klingen mag, aber es war wirklich beeindruckend für mich, dass selbst dieser kleine und sicher nicht viel benutzte Weg quer durch eine große Wiese schon vor Sonnenaufgang geräumt war. Auch in die andere Richtung sah es so aus:

Das war wirklich toll – und die Stimmung an dem Ort zu der Zeit war auch unglaublich ruhig, gerade weil der Schnee alles etwas dämpfte.
Am Ende lief ich die erste meiner beiden Standard-Routen, wenn ich bei den Schwiegereltern bin: Von Adelschlag aus über Moritzbrunn durch den Wald nach Wasserzell, dann über Rebdorf nach Eichstätt, auf dem Radweg durch die Stadt, dann steil den Berg hinaus in Richtung Pietenfeld, kurz davor biege ich wieder ab und wende mich zurück nach Adelschlag.

Mein Tempo war insgesamt ziemlich gut, bis ich dann kurz vor Adelschlag auf einen Feldweg abgebogen bin. Dort versank ich bis weit über die Knöchel im Tiefschnee – und das blieb für die nächsten (ca.) drei Kilometer so. Streckenweise kann ich nicht einmal mehr sagen, ob ich auf dem Weg lief oder querfeldein, es war schlicht und einfach nicht zu erkennen. Da ging dann auch das Lauftempo schlagartig zurück. Aber das war mir egal, mein Hörbuch war gut, die warme Dusche rückte Schritt für Schritt näher – einfach durch!

Am Ende war ich aber doch ganz zufrieden mit dem Lauf. Da ich gestern nicht auf meine Statistik in der tollen App Fitness Totals geguckt hatte, kam die Kilometerzahl dann doch überraschend, denn mit dem heutigen Lauf habe ich die 1.000 km-Marke in diesem Jahr überschritten:

Tja, so schnell kann es manchmal gehen. In der Wetter-App auf meinem iPhone habe ich vorhin gesehen, dass es die nächsten zehn Tage zwar eher feucht, aber vor allem warm (teilweise über 10 Grad +) werden soll. Damit kann ich – vor allem hinsichtlich des Laufens – sehr gut leben. Das Laufen mit Spikes ist völlig ok, aber ohne ist es halt noch besser… Also: Auf die nächsten 1.000 km!

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