Nur noch drei Schultage verbleiben, dann können wir alle (zumindest alle in Baden-Württemberg) das Schuljahr 2025/26 ad acta legen. Zeit wird‘s – aber nur nicht ganz so schnell, denn diese drei Tage haben es in sich. Und davor liegen auch noch anderthalb Tage Wochenende…
Aktuell sitze ich in Feriolo, Baveno, am wundervollen Lago Maggiore. Mit Blues & the Gang spiele ich morgen Abend im Rahmen des Festa dal Böcc direkt am Ufer des Sees. Das Programm umfasst in diesem Jahr läppische 33 Titel, das wird schon eine mittelgroße Herausforderung für meine Kondition.
Worauf ich mich neben den vielen schönen Ausblicken auf den Lago gefreut habe, war der Morgenlauf, denn hier gibt es bei meiner erprobten Laufstrecke (im Vergleich zu den heimischen Läufen auf der Ostalb) kaum Höhenmeter zu verzeichnen. Das ist einfach himmlisch.
Gestern brachen wir um 15:00 Uhr auf, um 21:40 Uhr waren wir angekommen, bezogen die Zimmer, dann brauchte ich etwas zu essen, denn seit dem Frühstück hatte ich nichts mehr gehabt. Zum Glück herrscht kein Mangel an Pizzerien, also wurde ich binnen weniger Minuten beglückt.

Im Bett lag ich gegen Mitternacht, dann schlief ich dank der im Zimmer vorhandenen und bestens funktionierenden Klimaanlage gute siebeneinhalb Stunden ohne nennenswerte Unterbrechungen durch. Herrlich! Dann raus aus dem Bett, rein in die Laufklamotten und los.

Schön war die Fülle an anderen Läufern, die auf mein freundliches Zunicken oder Winken in der Regel alle ebenso reagierten. Den einen oder anderen traf ich auf dem Hin- und Rückweg, da gab es dann sogar einiges wissendes Grinsen – Läufer sind in der Hinsicht eine eingeschworene Gemeinschaft.

Da ich nach meinem langen Schlaf erst um ca. 8:00 Uhr losgekommen war, kletterten die Temperaturen eifrig, doch eine leichte Brise vom See war angenehm und motivierte mich zu einem recht hohen Lauftempo. Während des Laufes blickte ich nur gelegentlich auf meine Uhr, am Ende erwischte mich dann die Überraschung:


Nur 106 Meter Anstieg, das habe ich daheim in den ersten 5 Kilometern – und dann kommen erst noch die größeren Brocken…

Alles in allem war das ein sehr erfreulicher Lauf. Einziges Manko ist und bleibt, dass einige Kilometer direkt an der Straße entlang gehen. Mich stören die Autos gar nicht so sehr, vielmehr ist es der Dreck von den Abgasen und der Reifenabrieb – nach dem Lauf durfte ich meine Unterschenkel in der Dusche ganz schön schrubben, um die dicke Schicht schwarz-grauen Staubs wegzubekommen.
Dennoch: Morgen früh geht‘s wieder raus – ich liebe diese vielen schönen Ausblicke auf den Lago. Und ich bin wieder ein Stückchen näher an den 5.000 km-Meilenstein heran gekommen (irgendwie seltsam, von einem Kilometer-Meilenstein zu sprechen…).

Und morgen Abend stehen wir dann auf der Bühne und beschallen die italienischen Fans (und auch alle anderen) mit gaaaanz viel Blues. Wer ohnehin in der Gegend ist, kann gerne vorbeikommen. Es lohnt sich und kostet keinen Eintritt. Einfach in Feriolo ans Ufer des Lago spazieren und dem „Krach“ folgen.

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