Seit mehr als sieben Jahren haben wir eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, bis letzten März nur 4,3 kWp, seit 20. März 2025 sind es knapp über 10 kWp. Im Keller steht ein 9,6 kWh-Akku, der den selbst erzeugten Strom zwischenspeichert und bei Bedarf ins Hausnetz abgibt. Das funktioniert ganz hervorragend – wir sind hier alle außerordentlich zufrieden.
Natürlich darf man im Winter in Süddeutschland mit den üblichen düsteren, nebligen, wolkenverhangenen, regnerischen und verschneiten Tagen nicht einen auch nur annähernden Ertrag wie im Frühling, Sommer und Herbst erwarten. Doch in einem 5-Personen-Haushalt, von denen zwei gerade im Ausland weilen, kommen wir in der Regel mit weniger als 10 kWh/Tag hin (da ist Wäsche waschen schon eingepreist, sonst liegen wir eher bei 7-8 kWh/Tag). Und so erstaunlich es sein mag, selbst davon bekommen wir im Winter meist einen spürbaren Teil abgedeckt: Seit dem 20. März 2025 haben wir insgesamt nur ca. 370 kWh (heute sind es exakt 366,9 kWh) vom Stromnetz bezogen. Alles darüber hinaus wurde von unserer PV-Anlage und dem Hausakku gestemmt. (Vor der Anschaffung PV-Anlage hatten wir pro Jahr ca. 3.000 bis 3.500 kWh Neztbezug.)
Normalerweise sind Januar und Februar die mit Abstand schlimmsten Monate für die Photovoltaik, da hier nicht selten Schnee auf den Dächern liegt und die Tage kurz sind. Umso schöner war es, heute – ein Sonnentag par excellence – schon am frühen Nachmittag, den Akku bei 91% zu sehen und da standen noch gut zwei bis drei Stunden Sonne an.

Später war der Akku dann bei den 100% angekommen, obwohl in der Zwischenzeit Mittagessen gekocht/gebraten worden war. Juhu!

Das soll jetzt nicht in einen politischen „Rant“ abgleiten, doch wieso wird angesichts dieser eindeutigen Wirksamkeit die Photovoltaik in der deutschen Politik in jeder CDU-geführten Regierung eigentlich so schlecht behandelt?
Die derzeitige Wirtschaftsministerin will ja allen Ernstes wieder verstärkt auf Gas setzen – und uns damit sofort wieder in eine Abhängigkeit der Oligarchen (z.B. Russland) steuern. Eine stärkere Förderung des Ausbaus der Photovoltaik und – noch wichtiger! – der Akku-Speicher würde eine schnelle Dezentralisierung ermöglichen, die wesentlich schwerer angreifbar wäre (Stichwort: Stromausfälle in Berlin…) und nach der Erstfinanzierung (Einbau der Anlage, Anschluss des Akkus, Netzanschluss) keine Folgekosten verursacht. Das schafft dem Wesen nach keine einzige fossile Energiequelle, da hier ja ständig „nachgetankt/-gefüllt“ werden muss.
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