{"id":82,"date":"2024-07-31T18:22:00","date_gmt":"2024-07-31T18:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sebastianhahn.de\/?p=82"},"modified":"2026-02-16T19:39:22","modified_gmt":"2026-02-16T19:39:22","slug":"la-bella-italia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sebastianhahn.de\/?p=82","title":{"rendered":"La Bella Italia"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute vor einer Woche war der letzte Schultag des Schuljahres 2023\/24. Und er h\u00e4tte nicht sp\u00e4ter kommen d\u00fcrfen, denn selbst so waren die letzten Tage ein einziger Gang auf dem Zahnfleisch. Ein extracurricul\u00e4res Ereignis jagte das n\u00e4chste, dazu noch die Notenkonferenzen, der Zeugnisdruck, die Abschlussveranstaltung, die Verabschiedung von Kolleginnen und Kollegen, die entweder in Ruhestand oder an eine andere Schule wechseln\u2026 Es war wirklich ein H\u00f6llenritt \u2013 gut, dass es jetzt vorbei ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Mittwoch selbst endete die Schule um 11:05 Uhr mit der vierten Stunde, dann gab es noch eine kurze Phase des Aufbaus, bevor die kollegiumsinterne Abschlussveranstaltung startete. Ich sa\u00df ein wenig auf gl\u00fchenden Kohlen, da sich zwei Mitmusiker von <a href=\"https:\/\/www.bluesandthegang.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blues &amp; the Gang<\/a> f\u00fcr 14:00 Uhr angek\u00fcndigt hatten (tats\u00e4chlich kamen sie sogar schon um 13:50 Uhr), ich war aber noch nicht zum Packen gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun gut, die Veranstaltung zog sich etwas hin, bis wir tats\u00e4chlich am Ende noch ein gemeinsames Lied f\u00fcr zwei scheidende Musik-Kolleginnen sangen und spielten (dieses Mal sa\u00df ich am Drum Set, nicht an der Trompete). Danach a\u00df ich ein einziges St\u00fcck Pizza und brach um 13:10 Uhr nach Hause auf, um noch zu packen. Das klappte gerade so, dann standen auch schon meine beiden Kollegen vor der T\u00fcr, wir packten das Auto mit Instrumenten und Gep\u00e4ck voll, und schon ging es los gen Italien.<\/p>\n\n\n\n<p>Offensichtlich hatten wir ein wirklich gutes Zeitfenster erwischt, denn der Verkehr war sehr moderat, bis auf die paar Kilometer am Lago Maggiore entlang, aber da ist ohnehin alles auf 50 km\/h reguliert, insofern machte das nicht wirklich einen Unterschied. In Feriolo angekommen, lernten wir Umberto kennen, bei dem wir die kommenden zwei N\u00e4chte schlafen w\u00fcrden. Er bewohnte mit seiner Frau und zwei v\u00f6llig verr\u00fcckten Hunden eine Wohnung ein gutes St\u00fcck einen der H\u00fcgel am See hinauf. Wir lernten uns kennen, dann ging&#8217;s zum gemeinsamen Pizza-Essen, begleitet von viel Konversation auf Deutsch, Englisch und Italienisch. Die Stimmung war gut, nur die M\u00fccken hatten es noch besser als wir\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag \u2013 wie sollte es auch anders sein? \u2013 konnte ich meinen Morgenlauf am Ufer des Lago Maggiore abhalten \u2013\u00a0es war bereits um 6:30 Uhr \u00fcber 20 Grad warm und sehr feucht in der Luft, wodurch das Schwei\u00dfaufkommen betr\u00e4chtlich war. Doch Umberto hatte mir am Abend vorher eine gute Route vorgeschlagen, die konnte ich erfolgreich zur Anwendung bringen. Unterwegs ergaben sich auch einige M\u00f6glichkeiten f\u00fcr sch\u00f6ne Fotos \u2013 das war wirklich schick!<\/p>\n\n\n\n<p>Alle <strong>Bilder<\/strong> f\u00fcr diesen Blog-Eintrag habe ich in einem <a href=\"https:\/\/pixelfed.social\/p\/sebastianhahn\/913719821177793158\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Post auf Pixelfed<\/a> zusammengestellt, das geht einfacher, als zehn Bilder hier einzuf\u00fcgen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem italienischen Fr\u00fchst\u00fcck (=Kaffee, f\u00fcr mich Cola Zero) erkundeten wir zu dritt den Ort <strong>Feriolo<\/strong>, dann trafen wir den Rest der Band und schlugen gemeinsam etwas Zeit tot, die Stimmung war gut, aber auch etwas angespannt, da am Abend unser Gig direkt am Strand des Lago Maggiore anstand. Immerhin hatte ich dank eines Tipps unseres Saxophonisten den kleinen Supermarkt entdeckt und so meinen Koffein-Hunger durch noch mehr Cola Zero stillen k\u00f6nnen. Fl\u00fcssigkeit war ohnehin wichtig, denn die Temperaturen lagen schon vor Mittag bei ca. 30 Grad.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittags g\u00f6nnten wir uns eine kurze Pause, ab 16:00 Uhr kam dann aber reichlich Aktivit\u00e4t auf, denn die B\u00fchne wollte best\u00fcckt werden, auch ein Soundcheck war n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufbau dauerte seine Zeit, weil der Verantwortliche von der Stadt lange auf sich warten lie\u00df. Und am hinteren linken Eck der B\u00fchne waren gro\u00dfe Lautsprecher per Kette angeschlossen, die erst aus dem Weg ger\u00e4umt werden mussten. Dennoch: Bis ca. 18:00 Uhr war das erledigt (und wir alle tropften nur so vor uns hin). Dann kam der Soundcheck, der erstaunlich schnell vonstatten ging (hier erwies sich unser neues Mischpult als ein gro\u00dfer Vorteil, denn jeder einzelne Musiker kann sich \u00fcber eine dazu geh\u00f6rige App seinen eigenen In-Ear-Monitor-Sound ganz nach den individuellen Vorlieben konfigurieren \u2013 sensationell!).<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem leichten Abendessen (Pizza), erklommen wir sehr p\u00fcnktlich um 21 Uhr die B\u00fchne und spielten \u2013 abgesehen von einer ca. 15-min\u00fctigen Pause in der Mitte \u2013 bis Mitternacht durch, insgesamt 34 St\u00fccke. Da wir hell erleuchtet und sehr verschwitzt waren, schienen alle M\u00fccken am Lago Maggiore dies als Aufforderung anzusehen, uns zu \u201everspeisen\u201c, was ich noch in der Nacht bemerkte\u2026 (siehe letztes Bild bei <a href=\"https:\/\/pixelfed.social\/p\/sebastianhahn\/913719821177793158\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pixelfed<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Konzert wurde die B\u00fchne freiger\u00e4umt (das dauerte nochmals eine gute Stunde), dann war der Urzustand wieder hergestellt. Als Fahrer trank ich nur noch ein Cola, wohingegen die meisten anderen sich nun einen \u201eAbsacker\u201c genehmigten. Das viele Schwitzen und die langen Tage (Mittwoch und Donnerstag waren f\u00fcr mich jeweils 21-Stunden-Tage gewesen) sorgten daf\u00fcr, dass ich beim Betreten der Waage daheim immerhin 3,5 kg Gewichtsverlust zu verzeichnen hatte. Wieder bei Umberto angekommen, bemerkte ich die Schwellung an meinem rechten Kn\u00f6chel: Irgendeine M\u00fccke schien mich hier besonders gern gehabt zu haben, die Schwellung hielt trotz reichlich aufgetragenen Fenistil-Gels gute vier Tage an.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen packten wir uns mitsamt Instrumenten und Gep\u00e4ck um 8:30 Uhr in mein Auto und begaben uns auf den Heimweg. Insgesamt war der Auftritt sicher ein Erfolg gewesen, denn ein paar hundert Zuh\u00f6rer waren lange geblieben (es war ja kein Konzert, wir spielten \u201eeinfach so\u201c an der malerischen Uferpromenade). Gleichzeitig muss man den \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Aufwand kritisch hinterfragen, denn 900+ Kilometer auf den Kopf zu hauen, um drei Stunden Musik zu machen, ist schon eine zumindest in Teilen fragw\u00fcrdige Angelegenheit. Gut, wir waren in der Regel in Fahrgemeinschaften unterwegs, manche haben das Wochenende gleich noch als Urlaubstage am wundersch\u00f6nen Lago Maggiore angeh\u00e4ngt, aber bei mindestens f\u00fcnf Autos, in denen wir als neunk\u00f6pfige Band anreisten, kamen somit auch mindestens 4.500 Kilometer zusammen. Und das ist \u00f6kologisch nun einmal nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig muss ich sagen: Es war mein erster Trip an den Lago Maggiore. Und wow, der ist wirklich sehr, sehr sch\u00f6n. Da muss ich noch einmal wiederkommen, am besten mit meiner Frau. Ihr wird der sicher auch gefallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute vor einer Woche war der letzte Schultag des Schuljahres 2023\/24. Und er h\u00e4tte nicht sp\u00e4ter kommen d\u00fcrfen, denn selbst so waren die letzten Tage ein einziger Gang auf dem Zahnfleisch. 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