Sebastian Hahn – Schule

Hier gibt's Inhalte für Unterricht und AGs.

6a 2020-03-23

Hallo 6a!

In der heutigen Stunde geht es weiter mit dem Komponisten Antonio Vivaldi und der Epoche, in der er gelebt hat, die man Barock nannte. Übt trotzdem weiter an eurem Conga-Rhythmus (Du-Bi-Da-Bi, Du-Bi-Da-Da), denn der soll ja nach unserer Zwangspause gut funktionieren!

  • Da in der letzten Stunde ein paar von euch gefehlt haben, wollte ich sichergehen, dass auch die das erste Vivaldi-Blatt erhalten, ihr könnt es hier herunterladen. Falls euch das Blatt noch fehlt, lest es unbedingt komplett durch!
  • Daran haben wir die folgenden interessante Aspekte besprochen:
    • Eine Epoche ist immer ein langer Zeitraum, üblicherweise ca. 100 Jahre oder mehr.
    • Da eine Epoche während ihrer eigenen Existenz noch nicht komplett festgelegt ist, wird der Name immer erst im Nachhinein vergeben. Würde man eine Epoche schon früher benennen, könnte es passieren, dass sie sich noch in eine ganz andere Richtung entwickelt, sodass der Name nicht mehr passt.
    • Der einheitliche Geschmack umfasst alle Künste: Musik, Bildende Kunst, Literatur, Architektur, Mode etc.
    • Typisch für die Musik der Barockzeit waren:
      • Musikalischer Wettstreit (Konzertform)
      • Generalbass (Akkordbegleitung, wird später noch vertieft)
      • Kontraste („ganz laut“ gegen „ganz leise“ und „alle zusammen“ gegen „einer allein“ usw.)
      • Verzierungen (Triller, Schnörkel und dergleichen mehr)
    • Auf der ersten Seite des ersten Arbeitsblattes gab es Hörbeispiele. Wenn ihr sie noch hören wollt, klickt hier:
    • Alle Epochen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts folgen einem relativ einheitlichen Schema, erst die Moderne (ab dem 20. Jahrhundert) ändert dies:
      • Frühphase (erste Komponisten beginnen mit dem neuen Stil, er beginnt sich auszubreiten)
      • Hochphase (die meisten Komponisten schreiben Werke in diesem Stil)
      • Spätphase (immer weniger Komponisten schreiben in diesem Stil, das Publikum verlangt nach neuen Ideen und Formen)
      • Die Spätphase der einen Epoche deckt sich zeitlich mit der Frühphase der folgenden Epoche, die dann wiederum diesem Schema folgt.
    • Vivaldi war zwar der Sohn eines Geigers, zuerst wurde er aber als Priester ausgebildet und erhielt seine Priesterweihe. Doch die Neigung zur Musik erwies sich als die stärkere Leidenschaft, also wechselte er seinen Beruf. Und dann legte er so richtig los, denn er schrieb insgesamt um die 770 Stücke (alles mit der Hand!) und war als Geigenspieler und Dirigent äußerst gefragt.

Kommen wir zum neuen Stoff in der heutigen Stunde:

  • Ladet euch das neue Blatt („THG 6 Vivaldi 2 – Concerto-Form.pdf“) herunter und lest den Text.
  • Nehmt ein separates Schreibblatt zur Hand und schreibt euch auf:
    • Was sind die zwei Bedeutungen des Wortes „concertare“?
    • Was bedeutet „viersätzig“ und „dreisätzig“?
    • Gibt es einen Unterschied zwischen „Tutti“ und „Ripieno“?
  • Hört euch das folgende Hörbeispiel an, das die von Andrea und Giovanni Gabrieli eingeführte Technik der „geteilten Chöre“ eindrucksvoll demonstriert: Zwei Ensembles stehen vor dem Dirigenten, ein weiteres ist im hinteren Teil der Kirche aktiv (man sieht es leider nicht). Diese drei Gruppen spielen entweder jede für sich, in Zweiergruppen zusammen oder alle gemeinsam – diese Art der geteilten Ensembles inspirierte die Barockmusiker sehr.
  • Auf der zweiten Seite steht oben etwas über „Tutti/Ripieno“ und „Concertino“. Seht euch dazu die ersten vier Minuten des folgenden Videos an. Vergleicht in den verschiedenen Abschnitten, wer jeweils spielt, dann seht ihr die Parallele zu dem Stück von Giovanni Gabrieli aus der oberen Aufgabe!
  • Der Rest des Blattes sollte mit dem Hörbeispiel von gerade eben wunderbar funktionieren.

Die Auflösung gibt es in der nächsten Stunde – dann hoffentlich wieder live und in Farbe im THG!